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Birkhuhn (Tetrao tetrix)

Merkmale

Ordnung : Hühnervögel
Grösse : 35 - 41 cm
Gewicht :
750 - 1‘400 g
Bestand CH :
7‘500 - 10‘000 Paare
Status :
potenziell gefährdet; in einzelnen Kantonen wird der Hahn noch immer bejagt

Hahn : glänzend blauschwarzes Gefieder, weisse Flügelbinden, leierförmiger Schwanz mit weissen Unter-schwanzdecken

Henne : kleiner als der Hahn, Gefieder rötlich-und hellbraun gebändert, weisse Flügel binden, leicht gegabelter Schwanz

Fortpflanzung und Verhalten

Balz- und Brutzeit : Ende März bis Anfang Juli
Brutort :
Boden
Gelegegrösse :
6 - 10 Eier
Brutdauer :
24 - 28 Tag
Dauer bis flugfähig : 14 Tage

Bei den polygamen Birkhühnern kümmern sich die Hähne nicht um Nestbau und Brutpflege. Zu ihren eindrucksvollen Balzspielen finden sich die Birkhähne bereits gegen Ende März ein, einen Monat früher als die Hennen. Auf dem Balzplatz springen sie, laut mit den Flügeln schlagend, in die Höhe und rufen dabei zischend „tschuwi“, dann tragen sie untereinander Scheinkämpfe aus. Der (stärkste) Hahn umrundet gurrend die Henne. Versucht ein Hahn in die Mitte des Balzplatzes vorzudringen, kann es zu ernsthaften Kämpfen kommen. Die Balzplätze liegen meist auf offener Fläche. In der Regel werden dieselben Orte Jahr für Jahr wieder benutzt. Hier zeigen die alten Hähne oft auch im Herbst eine gewisse Balzaktivität.

Der Bruterfolg hängt stark von der Witterung ab: Während in warmen, trockenen Sommern viele Junge überleben, gehen bei kühlem und niederschlagsreichem Wetter die meisten Küken ein. Im Winter frisst das Birkhuhn hauptsächlich am Morgen und späten Nachmittag und Abend. Den Rest der Zeit verbringt es häufig in seiner wärmenden „Biwakhöhle“ – vor allem bei widriger Witterung oder grosser Kälte – und spart so viel wertvolle Energie (wie das Schneehuhn).

Nahrung

Blättern, Knospen und Früchten von Heidel- und Moorbeeren sowie Alpenrosen (Zwergstrauchschicht)

Lebensraum

Das Birkhuhn kommt in der Schweiz – im Gegensatz zu anderen Teilen Europas, wo es weite Moor-und Heidegebiete bewohnt – nur im Bereich der Waldgrenze vor (wie das Schneehuhn).

Reaktionen gegenüber Wintersportlern – Folgen für die Tiere

Birkhühner verlassen fluchtartig ihren Ruheplatz, wenn sich Wintersportler nähern. Einmal aufgescheucht verbringen die Tiere den Rest des Tages oft im Freien z.B. auf Bäumen – Kälte, Schnee und Sturm ausgesetzt. Dies hat vor allem bei wiederholtem Auftreten eine massive Schwächung der Vögel zur Folge.
Zunehmende Erschliessung und Erholungsbetrieb im Bereich der Waldgrenze sind eine grosse Belastung für unseren Birkhuhnbestand.