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Auerhuhn (Tetrao urogallus)

Merkmale

Grösse: 62–86 cm
Gewicht: 1500–4400 g
Bestand: 450–500 Hähne (in der Schweiz)
Status: stark gefährdet (Rote Liste CH)
Hahn: Grauschwarzes Gefieder mit dunkelgrüner Brust und bräunlicher Tönung auf den Flügeln, fächerförmiger Schwanz. Das Männchen erreicht dabei die Grösse eines Truthahns.
Henne: Rund ein Drittel kleiner, hat Tarnfärbung mit orange-brauner Brust.

Fortpflanzung und Verhalten

Balz- und Brutzeit: Mitte März bis Mitte Juli
Brutort: Boden
Gelegegrösse: 7–11 Eier
Brutdauer: 24–26 Tage
Dauer bis flugfähig: 14-21 Tage

Die Balz des Auerhahns gehört zu den eindrücklichsten Naturerlebnissen. Die Hähne beginnen in der Morgendämmerung mit einem «Knappen», das sich bis zum «Triller» beschleunigt; abgeschlossen wird die Balzstrophe mit dem Hauptschlag, dem «Schnalzen», einem Ton, wie er beim Herausziehen eines Sektkorkens entsteht. Während der Balz läuft der Hahn auf den waagrechten Fichten- und Tannenäste hin und her. Bei Sonnenaufgang fliegt er zu Boden, um sich mit den lockenden Hennen zu paaren. Leider ertönt diese Balz immer seltener aus unseren Wäldern.
Wie beim Birkhuhn ist das Weibchen allein für die Brut zuständig. Die Küken werden von der Mutter gewärmt und zu den Nahrungsplätzen geführt, die sie durch Scharren freilegt.

Lebensraum

Das Auerhuhn ist ein Waldtier. Es kommt nur noch vereinzelt in lichten, strukturreichen Wäldern im Jura, in den nördlichen Voralpen sowie in den zentralen und östlichen Alpen vor. Der Rückgang der Populationen in den letzten Jahrzehnten ist dramatisch und konnte trotz verstärkten Schutz-Anstrengungen in den 90er-Jahren bisher nicht gebremst werden. Damit ist einer der grossartigsten Vögel der Schweiz vom Aussterben bedroht.

Nahrung

Insbesondere in den ersten Tagen werden als Kükennahrung Ameiseneier sowie Larven und Puppen von Spinnen und Insekten bevorzugt. Die Nahrung der Altvögel besteht vorwiegend aus Nadeln, Trieben, Knospen und Beeren. Auf Waldwegen werden vor allem im Herbst Sandkörner und kleine Steine aufgenommen, die dann als «Magensteinchen» die Nahrung im Magen zusätzlich zerkleinern und zermahlen.

Reaktionen auf Störung

Das Auerhuhn gilt allgemein als eine gegenüber dem Menschen sehr empfindliche Art. Als Hauptursachen für den Bestandesrückgang stehen Veränderungen des Lebensraums durch die intensivierte Forstwirtschaft und Störungen durch Freizeitaktivitäten im Vordergrund. Wegen ihrer beachtlichen Körpergrösse verlieren Auerhühner sehr viel Energie, wenn sie zur Flucht auffliegen müssen.

Schneesport mit Rücksicht

Das Auerhuhn ist ein Waldtier. Halte dich im Wald an Forststrassen oder markierte Routen. Vermeide es, in der Dämmerung unterwegs zu sein, dann sind die Auerhühner auf Nahrungssuche. Beachte Wildruhezonen und Wildschutzegebiete.